Die Zukunft der Tageszeitung I

In der aktuellen Columbia Journalism Review findet sich ein interessanter Beitrag darüber, wie The Atlanta Journal-Constitution sich auf das neue Internet-Zeitalter einstellt. Unter anderem mit einem radikalen Umbau der Redaktionsstruktur. Es wird mehr Wert auf Lokales gelegt, mehr auf aktuelle, schnelle Nachrichten aus der Region. Am meisten geschröpft wurde die Kulturredaktion, Filmrezensionen etwa gibt es nur noch aus der Agentur. Die frei gewordenen Ressourcen gehen ins Lokale, dem einzigen Bereich, in dem die Zeitung glaubt, sich noch von der Konkurrenz abzusetzen. Auch interessant: Obwohl die Printausgabe weiterhin Gewinne einfährt, wurde ihr Verbreitungsgebiet eingeschränkt, Subventionen für Abonnenten stellte der Verlag ein. Statt ein paar neue Print-Leser zu gewinnen, will er lieber die neue Internet-Generation auf seine Homepage locken. Der Nutzer danke es mit zweistelligen Zuwachsraten, sagt Herausgeber John Mellott, die Anzeigenplätze im Web seien ausverkauft. Interessante Strategie, die mir auch halbwegs konsequent erscheint. Die Mehrzahl der rund 400 Redakteure musste sich auf neue Stellen bewerben, nicht alle waren davon begeistert. Weitere Details im Original-Artikel, auf jeden Fall lesenswert. Ich werde ein Auge darauf haben, wie sich die Sache entwickelt.

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